Sarah Pohl

Seitdem ich mich wieder selbstbestimmt bilde und das Spielen wiederentdeckt habe, beschäftigen mich so kritische Fragen wie die Freiheit des Menschen. Mitten in dieser Auseinandersetzung begegnete ich dem Abenteuer des Malspiels und Arno Stern, der in Paris diese Tätigkeit vor über 70 Jahren ins Leben gerufen hat. Durch die Recherchen um dieses Spiel und um den wunderbar organisierten Ort, wo es stattfindet, ist mir bewußt geworden, dass die hierbei zum Ausdruck kommende Haltung und Einstellung dem Menschen gegenüber nur fernab jeglicher Belehrungen, Bewertungen, Konkurrenz und Manipulationen sich entfalten und gedeihen kann.


Das Malspiel, welches ich seit September 2015 in Erfurt anbiete, ist eine wunderbare Möglichkeit zur Begleitung von Menschen, die sich von all den zivilisatorischen Normen und Zwängen befreien: indem ihnen ein unvergleichliches und kostbares Spiel zur Verfügung gestellt wird.


Aufgrund meiner sehr bewegenden, intensiven Erfahrungen im Malspiel und der vielen Gespräche rund um das Spielen drängte sich mir die Idee auf, dem verspürten Unwohlsein so vieler Menschen zu begegnen durch die prospektive Dynamik, die Bedürfnisse nach Selbstbestimmtheit und nach Spielen zusammenzubringen. Hieraus wuchs in mir das Projekt dieses Symposiums: Können Menschen, aus welchen Motiven oder unterschiedlichen fachwissenschaftlichen Bereichen auch immer kommend, gemeinsam einen konstruktiven Beitrag leisten, um das Leben lebendiger, menschlicher zu gestalten?

Für weitere Informationen

Sarah Pohl wird einen Impulsvortrag mit anschließender Gesprächsrunde zum Thema „Frei spielen – kritische Betrachtungen zum Wandel des Spiels und der Notwendigkeit des Malspiels“ halten.