Franziska Klinkigt

Nach einem Studium der Psychologie in Gießen, welches mir doch recht verhaltenstheoretisch erschien, fehlte mir ein wichtiger Ansatz in meiner zukünftigen Tätigkeiten: den Menschen selbst mehr in den Mittelpunkt zu nehmen sowie seine Beweggründe und gesamte Lebenssituation. So begann ich parallel zum Studium eine Weiterbildung Systemischer (Familien-)Therapie und Beratung in Heidelberg. Diese Weiterbildung bildet einen wesentlichen Grundstein für die Haltung die mich heute prägt.

Einen zweiten ganz entscheidenden Grundstein legten meine beiden Töchter, dank denen ich mich auf einen Weg machen konnte und musste, auf dem ich erfahren durfte, was es bedeutet, zu sich selbst zu stehen und seinen eigenen Weg zu gehen. Seitdem habe ich sehr viele Dinge hinterfragt, die ich zuvor entweder nicht beachtet oder für selbstverständlich gehalten hatte. Dabei drang ich hindurch bis zu Themen, die in unserer Gesellschaft einem Tabu unterliegen – was nicht ohne Folgen blieb.

Meine bisherigen Tätigkeiten:
– Fortbildungen zum Thema „Kindeswohlgefährdung“ in Kindertagesstätten und Schulen sowie in Weiterbildungsgruppen im Rahmen des Freiwilligen Sozialen Jahres
– therapeutische Tätigkeit in einer kinder- und jugendpsychiatrischen Praxis
– Erziehungsberatung, Supervision und Elternabende in Kindertagesstätten
– persönliche, schriftliche oder telefonische Beratung und Coaching von Menschen, die sich mit unterschiedlichen Anliegen an mich wenden (u.a. als sehr hilfreich empfunden werden Coachings zur Vorbereitung auf schwierige Gespräche mit schwierigen Themen)
– Vorträge und Workshops/Seminare auf verschiedenen Veranstaltungen zu den Themen Bildung und Erziehung
– Tätigkeit als Buchautorin sowie Verfasserin von Artikeln für Blogs und Zeitschriften
spezielle Erfahrungen mit dem Thema Schulverweigerung: Beratung und Begleitung betroffener Menschen

Obwohl ich eigentlich einmal vorgehabt hatte, als Therapeutin lieber mit Erwachsenen zusammenzuarbeiten, hat mich mein Weg nun fast ausschließlich in Bereiche geführt, in denen „es um Kinder geht“ – und dabei bin ich auf einige Tabus gestoßen! Ich beschäftige mich nun mit allem, was damit zusammenhängt.

2015 erschien mein erstes Buch beim tologo verlag „Wer sein Kind liebt… Theorie und Praxis der strukturellen Gewalt“. Das Buch beschäftigt sich mit dem Phänomen der strukturellen Gewalt mit Beiträgen zu Mobbing, Schulstress, sowie einer theoretischen und praktischen Reflexion.

Für weitere Informationen

Franziska Klinkigt hält einen Vortrag mit anschließender Gesprächsrunde zum Thema: „Selbstbestimmt oder fremdbestimmt? – Nachdenkliches zur strukturellen Gewalt“.